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Was ist eigentlich Sexting?

sexting iphone pro juventuteDieses Thema wird seit einiger Zeit sowohl in den USA als auch bei uns in Europa diskutiert. Die moderne und immer preiswertere Technik macht es möglich: Immer mehr junge Menschen machen Nacktbilder von sich und teilen diese mit ihrem Partner oder sogar mit guten Freunden. Das Problem dabei: Nach der Verbreitung der Aufnahme geht manchmal die Kontrolle über das eigene Bildmaterial verloren. In dem Falll werden die Aufnahmen Wochen oder Monate später auf die Smartphones oder PCs ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler kopiert. Was ist eigentlich Sexting? Wie kommt es dazu? Wichtig: Was sollten die Eltern beim Sexting ihrer Kinder beachten?

Wenn die Sexualität Heranwachsender mit „Texting“ (Nachrichten bzw. Texte schreiben) zusammenkommt, spricht man vom Sexting. Immer mehr Minderjährige schicken der Partnerin beziehungsweise Partner eine Nacktaufnahme vom eigenen Körper. Diverse Jugendliche sehen dies als Vertrauensbeweis ihrer Partnerschaft an. Wenn die Beziehung zu einem (abrupten) Ende kommt, wird auch schon mal „schmutzige Wäsche“ gewaschen. Diejenigen, die die Nacktbilder von sich gemacht haben, (auch Sexter genannt), begeben sich spätestens jetzt in große Gefahr. Ihnen kann es jederzeit passieren, dass ihr Bildmaterial ungewollt verbreitet wird. In vielen Schulklassen herrscht diesbezüglich ein gewisser Gruppendruck. Wer sich komplett verweigert, gilt auch schon mal schnell als „out“.

Sexting mit Instagram, Snapchat, WhatsApp & Co.

sexting_smartphone_pro_juventuteIn vielen Fällen wird dafür die App Snapchat eingesetzt. Warum? Der Betreiber verspricht den Nutzern, dass ihre Bilder und Videos wie gewünscht nach wenigen Sekunden vom Gerät entfernt werden. Das stimmt aber nicht ganz. Die Fotos können mit wenigen Handgriffen wieder hervorgeholt werden. Wieder andere verbreiten ihre Bildwerke per WhatsApp oder Instagram. Beim Online-Fotodienst Instagram kann das eigene Profil (oder einzelne Bilder) so eingestellt werden, dass nur die eigenen Freunde die hochgeladenen Inhalte sehen können. Im Januar 2015 berichteten allerdings diverse Medien von einer Sicherheitslücke, die dafür sorgte, dass private Fotos unter bestimmen Umständen plötzlich wieder öffentlich sichtbar waren.

Sexting: Jugendliche sollten gut informiert sein

Das Wohlbefinden und die eigene Psyche mit diesem fahrlässigen Verhalten zu gefährden, ist schlichtweg unnötig. Schicken sich Minderjährige dennoch gegenseitig Bilder oder Videos mit erotischem Inhalt, so ist dies zweifelsohne ihre private Angelegenheit. Es ist aber wichtig, dass sich alle Beteiligten im vollem Umfang über die Risiken im Klaren sind.

Eltern sollten ihren Kindern raten, unbedingt das eigene Gesicht abzudecken, damit sie nicht erkannt werden können. Außerdem sollte man dafür sorgen, dass man auch nicht aufgrund von einem abgebildeten Piercing oder Tattoo identifiziert werden kann. Wichtig: Vor dem Versand gründlich die Handynummer bzw. E-Mail-Adresse des Empfängers kontrollieren, an den man sextet.

Darüber hinaus sollte jedem bewusst sein, dass man gegen das ungewollte Auftauchen von Nacktfotos in der Öffentlichkeit juristisch vorgehen kann. Das muss sich niemand gefallen lassen! Wer derartige Fotos ohne Einwilligung verbreitet, verstößt gegen das Persönlichkeitsrecht des Betroffenen. Der Verbreiter kann zivilrechtlich belangt werden. Nicht selten haben die Eltern der Opfer in ihrer Not einen Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Medienrecht eingeschaltet. Was der Anwalt gegen die Verletzung des Persönlichkeitsrechts seiner Mandanten so alles unternehmen kann, bitte ich diesem Video zu entnehmen:


Video: Lars Sobiraj und Rechtsanwalt Christian Solmecke zum Thema Sexting.

Besser als einen Anwalt einschalten zu müssen ist es, Minderjährige frühzeitig aufzuklären. Bei Ihnen in der Schule besteht Bedarf an Schulungen? Kontaktieren Sie mich bitte!

Bildquelle: Pro Juventute & Aufklärungskampagne Sexting – (CC BY 2.0).

Datenschutz: Verantwortung im Netz

Datenschutz
Vortrag am 25.3.2015 in Burscheid (bei Köln): Datenschutz: Verantwortung im Netz.

Am 25. März 2015 wurde der Vortrag „Datenschutz: Verantwortung im Netz“ in Burscheid veranstaltet. Wie üblich ging es darum, die Vor- und Nachteile des heutigen World Wide Web vorzustellen. In der Burscheider Sportklause waren letzten Mittwoch bis zu 15 interessierte Zuhörer aus allen Altersschichten versammelt. So auch mehrere Rentner, Vertreter meiner Generation (45+), 20-Jährige, als auch die fünfjährige Enkeltochter mit ihrem Opa.

Wer sammelt alles unsere Daten?

Am Anfang des Vortrages habe ich wie üblich vorgestellt, wer alles unsere Daten sammelt. Das fängt schon mit der Geburt an und geht aufgrund der Steuer-ID weit über unseren Tod hinaus. Wurden die Informationen früher auf Papier geschrieben und in Aktenordnern bzw. Stahlschränken gesammelt, so stehen allen Behörden heutzutage elektronische Mittel zur Verfügung, um die Informationen auf Festplatten oder anderen Speichermedien festzuhalten. Die in den Medien viel zitierte Cloud ist ja im Prinzip auch nichts anderes als eine Festplatte, auf die man über das Internet zugreifen kann.

„Ich gebe im Internet nichts an. Das reicht doch bestimmt, oder?“

Neben den Behörden werden unsere Daten vor allem von privaten Unternehmen gesammelt, ausgewertet und an Dritte verkauft. Die meisten großen Anbieter haben ihren Hauptsitz in den USA und versuchen somit nicht unter die Datenschutzrichtlinien der EU oder Deutschlands zu fallen. Das gilt natürlich auch für Apple, Facebook, Google, WhatsApp, YouNow und viele mehr. Ein Besucher führte an, er würde im Internet keinerlei private Angaben machen. Das würde doch als Vorsichtsmaßnahme reichen. Er glaubte, somit könne man sich von seinen Vorlieben oder seinem Konsumverhalten kein Bild machen. Wer sich diese beiden Artikel zum Thema Webtracking und Cookies durchliest, kann sich selbst vom Gegenteil überzeugen. Doch das ist noch nicht alles.

Ein Beispiel aus dem Vortrag: Was unsere Gruppen bei Facebook über uns verraten.

Personalchefs suchen im Web nach den Bewerbern

Personalchefs schauen sich zunehmend erst im Web um, bevor sie entscheiden, wen sie überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch einladen. Längst vergessene Jugendsünden können einem nach vielen Jahren bei wichtigen Personalentscheidungen im Wege stehen, sofern diese noch im Internet verfügbar sind. Leider erfahren wir bei einer Absage nicht, warum man uns nicht einstellen wollte. Dazu kommt: Wer Facebook nicht entsprechend konfiguriert hat, verrät dort all seine Vorlieben. Der Geschäftsführer kann dann in unserem Facebook-Profil wie in einem offenen Buch lesen. Welche Musik hören wir? Welche Partei wählen wir? Welche Filme haben wir uns angeschaut, welche Bücher gelesen? Welche sexuellen Neigungen haben wir? Auf welchen Veranstaltungen waren wir?

Verbraucherschutz: Seminare und Vorträge

Ich biete im Raum Köln und darüber hinaus Seminare an, damit nicht jeder alles von uns sehen kann. In erster Linie geht es darum, uns vor unangenehmen Konsequenzen zu schützen.  Wir verfolgen dabei strikt den Grundsatz: die besten Daten sind keine.

Für einen Workshop benötigen Sie:

  • keine Vorkenntnisse oder Technik.
  • Bei Vorträgen benötigen Sie nur einen Beamer.
  • Laptop, Lautsprecher und Zubehör bringe ich mit.
  • Veranstaltungsort: überall in Deutschland.

Was ist eigentlich Cybermobbing?

cybermobbing pro juventuteDer Begriff kommt ursprünglich aus der englischen Sprache. Das Verb „to mob“ bedeutet, dass man jemanden schikaniert, über ihn herfällt und die Person angreift. Konkret heißt das, dass beim Cybermobbing die Opfer belästigt und genötigt werden. Oft wird ihr Ruf mittels moderner Technik herabgesetzt. Das kann eine Bildmanipulation sein oder schlichtweg die Aussage, jemand sei hässlich, eine „Schlampe“ etc. Weitere für dieses Phänomen verwendete Begriffe sind Cyber-Bullying und E-Mobbing.

Facebook gilt bei vielen Kids als „uncool“

Bei meinen Befragungen in den Schulen zeigt sich immer wieder, dass derzeit nur noch etwa ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen bei Facebook aktiv sind. Bei WhatsApp sind sie hingegen fast alle angemeldet. Sie tragen ihr Smartphone tagtäglich mit sich herum und sind so 24 Stunden am Tag für Angriffe Dritter erreichbar. Das ist genau der Grund, warum Cybermobbing so sehr unter die Haut geht.

Jedes soziale Netzwerk ermöglicht es, sich unter einem falschen Namen oder anonym anzumelden. Dazu kommt: An der Tastatur verhalten sich Menschen automatisch anders, als wenn sie ihren Opfern begegnen würden.

Im September 2014 veröffentlichte der Branchenverband BITKOM eine Studie, wonach jeder siebte Jugendliche im Internet gemobbt wird. In absoluten Zahlen wären dies etwa eine Million Fälle. Befragt wurden Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 18 Jahren. Die Betroffenen mussten peinliche Fotos oder Beschimpfungen über sich ergehen lassen. Meistens waren es Klassenkameraden, lose Bekannte oder sogar enge Freunde, die über sie hergefallen sind.

Cybermobbing kann jeden treffen

Im nun folgenden Video werden von mir mehrere praktische Beispiele von Cybermobbing aufgezeigt. Der Kölner Anwalt Christian Solmecke ordnet die Rechtsvergehen juristisch ein und zeigt auf, mit welchen Mitteln sich Eltern im Extremfall gegen Cybermobbing wehren können.


Video: Cybermobbing – praktische Fälle, rechtliche Konsequenzen.

Bildquelle: Stopp Cyber-Mobbing Kampagne © Pro Juventute – (CC BY 2.0).

Medienkompetenz: Wofür benutzen Kinder tagsüber ihr Smartphone?

Medienkompetenz Schule Datenschutz Smartphone Schüler
Thema Medienkompetenz. Obwohl vielen Minderjährigen das Mitbringen von Handys und Smartphones in die Schule verboten ist, besagt eine Studie vom Meinungsforschungsinstitut Aris, dass die meisten nichts anderes tun. Der Branchenverband BITKOM hat die Erhebung in Auftrag gegeben. Darin wird untersucht, für welche Zwecke Jugendliche tagsüber ihr Mobiltelefon benutzen. Und natürlich auch, wie effektiv Verbote von Lehrern und Eltern sind.

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Datenschutzunterricht in ganz Deutschland

Konradin-Realschule Friedberg: Datenschutz Unterricht für die 8. Klasse. Februar 2015: Konradin-Realschule Friedberg: Datenschutz Unterricht – 8. Klasse.

Alleine gelassen mit dem Internet und Smartphone?

Das Internet ist voller Gefahren. Es bietet aber auch jede Menge Chancen! Wir werden immer häufiger von Geräten umgeben, die unser Verhalten auswerten.

Als Journalist arbeite ich seit 15 Jahren für den Stern, Deutsche Welle, Heute.de, Chip und andere Medien mit dem Internet. Als Fachautor weiß ich, wie man komplizierte Dinge verständlich und unterhaltsam erklärt.

Ich biete Aufklärungsunterricht (Beamer) als auch Workshops im PC-Raum an. Die Jugendlichen und Erwachsenen können das Schützen ihrer Privatsphäre direkt mit ihrem Computer beziehungsweise Smartphone üben.

Ich komme in ganz Deutschland zu Ihrer Schule. Alles was ich brauche, ist ein Beamer und ein Vortragsraum. Für Workshops und Trainings hilft ein PC-Raum mit Internetanschluss, damit die Teilnehmer alle Unterrichtsinhalte direkt in die Praxis umsetzen können.

Trotz meiner 49 Jahre kenne ich die Sprache, die die Schüler verstehen und weiß, wie man sie erreichen kann. Außerdem kenne ich die Sorgen und Nöte der Eltern, von denen einige das digitale Leben ihrer Kinder nicht mehr verstehen.

Datenschutzunterricht ist nur gut, wenn er ansprechend und kurzweilig ist! Verbote funktionieren in den seltensten Fällen. Gute Aufklärung hilft!

Sie sind interessiert?

Rufen Sie mich an: 0157 – 52087366

augsburger allgemeine zeitung
Referenz: Bericht der Zeitung Augsburger Allgemeine.

 

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Intensivkurs Online-Journalismus

Jugendliche lernen Online-JournalismusLetzte Woche war ich zu Gast beim ComputerProjekt Köln. Die Redaktion des gemeinnützigen Vereins betreut den Spieleratgeber NRW, der sich in erster Linie an Eltern richtet. Ich hatte die Aufgabe, zehn Jugendlichen innerhalb von wenigen Stunden die Grundzüge des Online-Journalismus beizubringen.

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Datenschutz: Elternseminare & Lehrerseminare

Elternseminar Datenschutz
Im April 2014 war ich erneut in Velbert bei der Windrather Talschule zu Besuch. Dieses Mal waren statt der Schüler Eltern und Lehrer anwesend, um sich über alle Facetten des Datenschutzes in der modernen Gesellschaft zu informieren. Am Ende des zweistündigen Vortrags konnten mir alle Mütter und Väter konkrete Fragen stellen. Datenschutz: Elternseminare & Lehrerseminare weiterlesen