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Erklärung: Was ist ein Kettenbrief?

kettenbrief

Was ist eigentlich ein Kettenbrief? Kettenbriefe verbreiten sich über das Internet schneller als jede Infektionskrankheit. Leider sind nicht alle Kettenbriefe harmlos. Von falschen Hilferufen oder Geldversprechen bis zu politischen Mitteilungen ist alles möglich.

In der heutigen Zeit kann ein Kettenbrief eine Nachricht bei einem sozialen Netzwerk (Facebook), bei einem Instant Messsaging Dienst (WhatsApp), eine E-Mail oder ein gedruckter Brief sein. Wichtig ist dabei nicht das verwendete Medium für den Versand. Wichtig ist der Inhalt der Nachricht. Stets wird der Empfänger dazu aufgefordert, die empfangene Nachricht an möglichst viele eigene Kontakte zu verschicken. In manchen Kettenbriefen wird den Verbreitern ein zusätzlicher Nutzen angekündigt. In anderen Mitteilungen werden ihnen gedroht, falls sie nicht bei der Verbreitung des Briefes behilflich sein wollen.

Welchem Zweck dient ein Kettenbrief?

  • politische oder religiöse Texte, Schleichwerbung, Spendenaufrufe, Aufrufe zur Unterzeichnung einer E-Petition etc.
  • Spiele, die nur bei ständiger Kommunikation und Weiterverbreitung des Briefes funktionieren
  • Betrugsversuche mit dem Versprechen, viel Geld in kurzer Zeit zu verdienen oder etwas zu gewinnen
  • Belästigungen über ein gefälschtes Hilfegesuch, bei der eine E-Mail-Adresse, Telefonnummer oder Anschrift angegeben wird

Manche Kettenbriefe sind nach dem Schneeballsystem aufgebaut. In diesen Briefen wird man aufgefordert, einen Geldbetrag an die erste Adresse zu schicken. Wie bei einer Pyramide soll sich angeblich der Einsatz vervielfachen. Wer irgendwann an der Spitze der Einnahmen steht, soll eines schönen Tages reich werden, wird einem versprochen. Wer aber ein „profitorientiertes Schneeballsystem“ anstößt, macht sich strafbar. Da dieses Versprechen nicht eingehalten wird, handelt es sich dabei schlichtweg um Betrug.

rechtliche Aspekte

wage gesetz

Damit kommen wir zu den juristischen Aspekten. Laut dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) ist es in Deutschland unter Strafandrohung verboten, andere Endverbraucher nach dem oben beschriebenen Schneeballsystem zu manchen Handlungen aufzufordern. Dabei geht es nicht nur um das Bewerben von Produkten oder Dienstleistungen, sondern auch um Kettenbriefe, wo den Empfängern Reichtum versprochen wird, sollten sie einen bestimmten Geldbetrag überweisen. Entscheidend ist dabei stets, ob ein geschäftliches Handeln vorliegt. Ansonsten liegt im Höchstfall eine Belästigung der Empfänger vor, sofern man es mit dem Versand der Briefe übertreibt.

Das Internet sorgt für mehr Kettenbriefe als je zuvor!

Heutzutage werden Kettenbriefe zumeist per E-Mail, über WhatsApp oder Facebook verschickt. Der Grund dafür ist simpel. Über das Internet lassen sich unzählige Kettenbriefe kostenlos verschicken. Auch die Anzahl der „Freunde“, die mit einem Klick erreicht werden können, ist sehr groß. Bei so vielen Empfängern ist die Chance ungleich größer, dass der Kettenbrief nicht allzu schnell ins Leere läuft.

Kettenbrief erhalten: was tun?

Wer derartige Nachrichten erhält, sollte sie einfach ignorieren. Teilen Sie den Absendern zudem mit, was Sie von ihrem Vorgehen halten. Ansonsten geht das Spiel mit den Kettenbriefen immer weiter.

Datenschutz: Verantwortung im Netz

Datenschutz
Vortrag am 25.3.2015 in Burscheid (bei Köln): Datenschutz: Verantwortung im Netz.

Am 25. März 2015 wurde der Vortrag „Datenschutz: Verantwortung im Netz“ in Burscheid veranstaltet. Wie üblich ging es darum, die Vor- und Nachteile des heutigen World Wide Web vorzustellen. In der Burscheider Sportklause waren letzten Mittwoch bis zu 15 interessierte Zuhörer aus allen Altersschichten versammelt. So auch mehrere Rentner, Vertreter meiner Generation (45+), 20-Jährige, als auch die fünfjährige Enkeltochter mit ihrem Opa.

Wer sammelt alles unsere Daten?

Am Anfang des Vortrages habe ich wie üblich vorgestellt, wer alles unsere Daten sammelt. Das fängt schon mit der Geburt an und geht aufgrund der Steuer-ID weit über unseren Tod hinaus. Wurden die Informationen früher auf Papier geschrieben und in Aktenordnern bzw. Stahlschränken gesammelt, so stehen allen Behörden heutzutage elektronische Mittel zur Verfügung, um die Informationen auf Festplatten oder anderen Speichermedien festzuhalten. Die in den Medien viel zitierte Cloud ist ja im Prinzip auch nichts anderes als eine Festplatte, auf die man über das Internet zugreifen kann.

„Ich gebe im Internet nichts an. Das reicht doch bestimmt, oder?“

Neben den Behörden werden unsere Daten vor allem von privaten Unternehmen gesammelt, ausgewertet und an Dritte verkauft. Die meisten großen Anbieter haben ihren Hauptsitz in den USA und versuchen somit nicht unter die Datenschutzrichtlinien der EU oder Deutschlands zu fallen. Das gilt natürlich auch für Apple, Facebook, Google, WhatsApp, YouNow und viele mehr. Ein Besucher führte an, er würde im Internet keinerlei private Angaben machen. Das würde doch als Vorsichtsmaßnahme reichen. Er glaubte, somit könne man sich von seinen Vorlieben oder seinem Konsumverhalten kein Bild machen. Wer sich diese beiden Artikel zum Thema Webtracking und Cookies durchliest, kann sich selbst vom Gegenteil überzeugen. Doch das ist noch nicht alles.

Ein Beispiel aus dem Vortrag: Was unsere Gruppen bei Facebook über uns verraten.

Personalchefs suchen im Web nach den Bewerbern

Personalchefs schauen sich zunehmend erst im Web um, bevor sie entscheiden, wen sie überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch einladen. Längst vergessene Jugendsünden können einem nach vielen Jahren bei wichtigen Personalentscheidungen im Wege stehen, sofern diese noch im Internet verfügbar sind. Leider erfahren wir bei einer Absage nicht, warum man uns nicht einstellen wollte. Dazu kommt: Wer Facebook nicht entsprechend konfiguriert hat, verrät dort all seine Vorlieben. Der Geschäftsführer kann dann in unserem Facebook-Profil wie in einem offenen Buch lesen. Welche Musik hören wir? Welche Partei wählen wir? Welche Filme haben wir uns angeschaut, welche Bücher gelesen? Welche sexuellen Neigungen haben wir? Auf welchen Veranstaltungen waren wir?

Verbraucherschutz: Seminare und Vorträge

Ich biete im Raum Köln und darüber hinaus Seminare an, damit nicht jeder alles von uns sehen kann. In erster Linie geht es darum, uns vor unangenehmen Konsequenzen zu schützen.  Wir verfolgen dabei strikt den Grundsatz: die besten Daten sind keine.

Für einen Workshop benötigen Sie:

  • keine Vorkenntnisse oder Technik.
  • Bei Vorträgen benötigen Sie nur einen Beamer.
  • Laptop, Lautsprecher und Zubehör bringe ich mit.
  • Veranstaltungsort: überall in Deutschland.

Sammelklage gegen Facebook startet im April

facebook gefällt mir schülerDer Start der bislang größten Datenschutz-Sammelklage wurde in Wien auf den 9. April festgelegt. Mittlerweile haben sich mehr als 75.000 Personen angemeldet, um sich daran zu beteiligen. Max Schrems von der klagenden Datenschutzorganisation Europe versus Facebook bemängelt die unzureichenden Datenschutzbestimmungen des sozialen Netzwerks. Facebook wird unter anderem vorgeworfen, Informationen im Rahmen des PRISM-Programms an die NSA weitergegeben zu haben. Außerdem werden vom US-Konzern Nutzerdaten aus ganz Europa für nicht offengelegte, eigene Zwecke verwendet.

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Facebook: Gewinnspiele und sensationelle Videos locken in die Falle

online betrug don hankinsLeider gibt es bei Facebook jede Menge schwarze Schafe. Egal ob bei einem Elvis Presley-Gewinnspiel angeblich REWE-Gutscheine in Höhe von 500 Euro verschenkt oder spektakuläre Videos angepriesen werden, immer wollen die Macher nur unser Bestes: unser Geld und unsere Daten!

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Facebook: Wie werden Autoplay-Videos abgeschaltet?

facebook autoplay abstellen

Schon seit Anfang des Jahres gibt es die nervigen Auto-Play-Videos, die in unserem Newsfeed ungefragt starten. Jetzt legt Facebook zum „Wohl“ der mobilen Nutzer nach. Die Filme werden jetzt nicht nur bei Browsern, sondern auch bei Smartphone-Apps automatisch gestartet. Doch wer sich mit seinem Gerät außerhalb eines WLAN-Routers befindet, für den kann der „Spaß“ teuer werden. Facebook: Wie werden Autoplay-Videos abgeschaltet? weiterlesen

Facebook startet eigenes Werbe-Netzwerk

facebook ballMit Atlas geht Facebook heute in direkte Konkurrenz zu Google. Auch dieses neue Werbe-Netzwerk soll uns künftig überall im Netz aufspüren, um uns die optimale Online-Werbung anzuzeigen. Dabei greift das soziale Netzwerk auch auf die Daten von Facebook selbst zurück. Der alleinige Einsatz von Cookies reicht dafür schon lange nicht mehr aus.

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