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Welcher ist der sicherste Browser?

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Der schlimmste anzunehmende Fall für jeden Surfer ist es, wenn sich Schadsoftware beim Besuch einer Webseite unbemerkt auf den Computer überträgt und aktiviert. Man spricht dann von einem sogenannten Drive-By-Download. Dafür werden Schwachstellen im Browser oder einer seiner Zusätze ausgenutzt, um sich im Hintergrund zu installieren.

Sicherheitslücken bei Java oder Flash werden zumeist innerhalb weniger Tage geschlossen, manchmal nehmen sich die Hersteller bei der Reparatur mehr Zeit, weswegen Adobe Flash sehr in Verruf geraten ist. Wenn Cyberkriminelle aber unbekannte Lücken (sog. Zero Day Exploits) ausnutzen, haben Sie leider keine Chance, sich effektiv zu schützen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) fordert alle Nutzer dazu auf,
sich eine aktuelle Firewall auf dem Rechner zu installieren. Zudem soll man einen Virencanner installieren und darauf achten, dass dieser in Bezug auf die Virensignaturen auf dem neuesten Stand bleibt. Auch Browser, alle Plug-ins und Add-ons müssen auf einem aktuellen Stand gehalten werden, weil sie sonst eine Schwachstelle darstellen können.

Welcher Browser ist der sicherste?

Das kann man leider nicht mit einem Satz beantworten. Alle Webbrowser werden ständig weiterentwickelt. Den einen Browser, der dauerhaft am sichersten ist, den gibt es einfach nicht. In vielen Tests lag die Datenkrake Google Chrome beim Thema Sicherheit ganz vorne. Das liegt unter anderem auch daran, weil Updates automatisch durchgeführt werden, hier hat Mozilla Firefox mittlerweile nachgezogen. Wem der Chrome zu viele Informationen an die Server von Google schickt, dem bleibt als Alternative der Iron-Browser von SRWare. Iron kann das gleiche wie Chrome, allerdings hat der Hersteller die Bereiche des Quellcodes gelöscht, die unser Nutzerverhalten ausplaudern. Bei Iron muss man sich aber selbst um die neuesten Updates kümmern, das automatische Update funktioniert hier leider nicht.

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Risikofaktor Mensch

Grundsätzlich gilt: Die größte Gefahr eines jeden Computers bedient gerade seine Maus. Der Mensch ist ohne Zweifel der größte Risikofaktor. Installieren Sie keine Software, die Sie nicht kennen. Wenn doch, sollten Sie sich vorher umfassend informieren, ob von diesem Programm ein Schaden ausgehen könnte. Auch der Besuch gefährlicher Webseiten stellt ein Sicherheitsrisiko dar. Mozilla und Google sperren mittlerweile Webseiten, von denen eine Gefahr ausgeht. Doch diese Liste ist natürlich nicht lückenlos.
Manchmal wird man beispielsweise auf Streamingportalen wie Kinokiste oder Movie4k zum „Update“ eines angeblichen Videoplayers aufgefordert. Stattdessen wird häufig damit eine Schadsoftware installiert, die den PC übernehmen oder Sie ausspionieren soll.

Tipps für mehr Sicherheit

Wer sich beim Besuch unbekannter Webseiten helfen lassen will, kann das Add-on Web of Trust (WOT) installieren. Viele Millionen Nutzer geben Bewertungen für Webseiten ab, die Ihnen bei der Auswahl helfen sollen. Bei bedenklichen Webseiten leuchtet oben rechts eine rote Fläche auf, um Sie zu warnen. WOT gibt es für den Firefox, Google Chrome, Internet Explorer, Safari und Opera.

NoScript von Giorgio Maone für den Firefox ist ein gutes Tool, um alle Skripte abzuschalten. Wer eine Webseite unter Vorbehalt besuchen will, kann vorübergehend alle sicherheitsrelevanten Zusätze ausschalten. Die Benutzbarkeit der Webseiten leidet aber sehr darunter, die meisten Seiten sind bei eingeschaltetem NoScript leider nicht mehr benutzbar. Ähnliche Tools für Chrome gibt es im hauseigenen Web Store des Browsers.