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Webseiten: alles zum Thema Impressumspflicht auf einen Blick!

ImpressumAusnahmslos jeder Betreiber einer Webseite wird vom deutschen Gesetzgeber dazu gezwungen, ein gültiges Impressum einzubauen. Die Bestandteile und wie schnell auf das Impressum zugegriffen werden kann, sind dabei fest vorgegeben. Wer sich nicht daran hält, kann früher oder später von einem Konkurrenten eine Abmahnung erhalten, gegen die man sich nur schlecht wehren kann. Wir fassen zusammen, was es mit der Impressumspflicht in Deutschland auf sich hat.

Das Thema Impressum betrifft nicht nur die Verleger von Printmedien oder Unternehmen. Alle gewerblichen aber auch Webseiten von Privatpersonen und Vereinen (!) müssen laut Telemediengesetz und Rundfunkstaatsvertrag in Deutschland ein gültiges Impressum bereithalten. Dem Gesetzgeber ging es eigentlich nicht um die privaten Ersteller von Webseiten. Doch wer es einem auftragslosen Anwalt unmöglich machen will, eine kostenpflichtige Abmahnung samt Kostennote zu verschicken, sollte auf ein vollständiges Impressum am richtigen Ort seines Blogs bzw. seiner Webseite achten. Anwälte mit zu wenigen Aufträgen gibt es wie Sand am Meer. Wer als Freiberufler seinen Blog als digitale Visitenkarte (Tätigkeitsnachweis) nutzt, gilt vor den Gesetz sowieso schon nicht mehr als Privatperson.

Achtung: Das Impressum betrifft auch eigene Seiten bei sozialen Netzwerke wie Facebook, Google Plus, LinkedIn, Twitter, Vkontakte, Xing & Co. Auch auf den eigenen Seiten muss ein Impressum – oder als Ergänzung zumindest ein gültiger Link dorthin vorhanden sein. Im Jahr 2013 erfolgte eine regelrechte Abmahnwelle aufgrund eines fehlenden Impressums bei Facebook.

 

Warum gibt überhaupt eine Impressumspflicht?

Alle Nutzer einer Website sollen ohne großen Aufwand in Erfahrung bringen können, wer für die dort angebotenen Inhalte wie Filme, Bilder, Texte, Links etc. verantwortlich ist – deswegen nennt sich diese Pflicht auch Anbieterkennzeichnungspflicht. Wer sich gegen eine mögliche Verletzung der eigenen Rechte wehren will, benötigt eine ladungsfähige Anschrift des Betreibers. Dies gilt sowohl für normale Schreiben, Abmahnungen als auch für gerichtliche Schritte jeglicher Art. Weil der Betreiber jederzeit juristisch greifbar sein muss, ist beispielsweise bis dato die Angabe eines Postfaches (also: ohne reguläre Anschrift) nicht erlaubt.

 

Wo genau muss das Impressum stehen?

Das Impressum muss zwingend auf der Hauptseite der Website mit einem Klick erreichbar und mit Namen als solches gekennzeichnet sein. Wer sich orientieren möchte, sollte sich einfach mal in Ruhe auf einigen deutschen Webseiten umschauen. Dort auf der Hauptseite nach dem Begriff „Impressum“ suchen. Der Aufwand lohnt sich! Überall ist diese Unterseite als solche erkennbar und kann mit nur einem Klick erreicht werden. Der Gesetzgeber möchte mit dieser Vorschrift erwirken, dass man nach dem Ansprechpartner nicht lange suchen muss. Zudem gilt: Niemand darf sich und seine Identität mit einem kaum auffindbaren Impressum schützen.

 

Was muss zwingend drin stehen?

Screenshot Facebook ImpressumBei Facebook oder anderen sozialen Netzwerken kann man aus Platzgründen auf das Impressum seines Blogs oder der eigenen Website verlinken, das reicht völlig aus. In jedem Fall muss aber erkennbar sein, dass der Link zum Impressum führt. Die reine Angabe der URL (ohne Link) ist hingegen nicht ausreichend. Bei Facebook ist die Infobox der beste Ort für den Link zum Impressum, weil diese auf wirklich jeder Seite sichtbar ist (siehe Screenshot links oben).

Im Impressum muss auf jeden Fall enthalten sein: der Vor- und Nachname des Betreibers, die vollständige und korrekte Anschrift inklusive Straße, Postleitzahl und Ort. Eine elektronische und eine reguläre Kontaktmöglichkeit müssen dort zudem vorgehalten werden. Konkret kann das ein Kontaktfeld oder eine E-Mail-Adresse sein, zuzüglich zu mindestens einem erreichbaren Telefonanschluss. Wer seine Festnetznummer nicht preisgeben will, kann dort alternativ seine Handynummer angeben. Wer sich bei der Angabe der E-Mail-Adresse vor Spammern schützen will, kann diese auch als reine Grafik einbinden. Wer die eigene E-Mail-Adresse ungekürzt als Text angibt, wird schon bald zahlreiche unerwünschte Werbebotschaften per E-Mail erhalten.

Unternehmen müssen den Namen der Firma, im Idealfall die Rechtsform und auf jeden Fall ihren gesetzlichen oder rechtsgeschäftlichen Vertreter angeben. Dies kann beispielsweise der Vor- und Zuname des Geschäftsführers einer GmbH sein. Auch hier ist die Angabe einer erreichbaren Telefonnummer wichtig. Wer sich effektiv vor Abmahnungen schützen will, verzichtet hingegen auf die Verwendung eines reinen Anrufbeantworters oder einer Faxnummer. Unternehmen und Freiberufler müssen außerdem stets ihre Umsatzsteueridentifikationsnummer mit angeben.

Betreiber von News-Portalen oder Webseiten mit sonstigen regelmäßig erscheinenden journalistisch-redaktionell gestalteten Angeboten müssen zusätzlich einen Verantwortlichen der Inhalte samt Name und Anschrift benennen.

 

Wie komme ich an mein rechtssicheres Impressum?

ImpressumGanz einfach. Beispielsweise die Kollegen von eRecht24.de bieten einen eigenen Impressumsgenerator an, der sich stets der Rechtsnorm anpasst. Dort kommt man in wenigen Minuten zum rechtssicheren Impressum, indem man einfach alle Fragen korrekt beantwortet. Am Ende wirft die Webseite den HTML-Code zu einem eigenen Impressum raus, den man nur noch einbinden muss. Fairerweise sollte man den Hinweis drin lassen, wer für das eigene Impressum verantwortlich ist. Ansonsten einfach den HTML-Code mit einem Texteditor bearbeiten.

 

Datenschutzerklärungen nicht vergessen

Zahlreiche Dienste kopieren die Daten der Nutzer auf ihre eigenen Server im Ausland, oder aber die teils anonymen oder sogar personenbezogenen Daten werden anderorts ausgewertet. Das muss man seinen Lesern jeweils zwingend in Form einer Datenschutzerklärung mitteilen. Wenn man -wie im Fall von Tarnkappe.info- für jeden Mini-Dienst eine eigene Datenschutzerklärung erstellen muss, so ist dies wirklich nervig und aufwändig. Aber leider ist das Impressum ohne vollständige Datenschutzerklärung nichts wert.

Bitte mal alle Plug-ins in Ruhe durchgehen, wo Daten anfallen und prüfen, wo diese möglicherweise landen. Nicht nur das Amazon Partnerprogramm, AdSense oder Google Analytics werten aus, oft landen auch Daten von Erweiterungen gegen Kommentar-Spam, zum Posten von Artikeln auf sozialen Netzwerken und vieles mehr bei Dritten. Da ist jeweils eine seperate Datenschutzerklärung für jedes einzelne Tool unter dem Impressum nötig!

 

Ein Haftungsausschluss ist kein Freibrief!

Unser dem Impressum sollte auch der Haftungsauschluss stehen. Allerdings ist dieser nicht als Freibrief zu verstehen, dass man nun alles möglich gefahrlos im Internet machen kann, ganz im Gegenteil! Der Haftungsausschluss darf aber auch nicht fehlen.

 

Bildquellen: Sophieja23, MIH83, thx! (CC0 1.0 Public Domain)

Impressum

Juristische Ansprüche: Was können Webseitenbetreiber dagegen tun?

Webseiten-Betreiber juristische Ansprüche Blog
Als Betreiber einer Webseite eine Klage oder Abmahnung erhalten? Unser „Erste-Hilfe-Kasten“ für den Ernstfall enthält alle juristischen Ansprüche der Gegenseite und alle Entgegnungen, die uns zur Verfügung stehen. Wohl dem, der als Betreiber einer Webseite auf diesen Alptraum gut vorbereitet ist.

Das ist das Horrorszenario eines jeden Bloggers oder Webseitenbetreibers, der glücklicherweise nur selten eintrifft – aber zumeist das Werbe-Budget eines ganzen Jahres aufzehrt. In vielen Fällen muss ein Fachanwalt für Medienrecht zur Abwehr von juristischen Ansprüchen engagiert werden. Und dann wird es abhängig vom Streitwert, den die Gegenseite zumeist so hoch wie möglich ansetzt, sehr teuer. Vom Streitwert ist nämlich die Höhe der Kostennote beider Anwälte abhängig, weswegen die Kanzleien dazu neigen, diesen Wert zu maximieren.

Der im Impressum vermerkte Betreiber der Webseite erhält bei juristischen Ansprüchen das Telefax eines Anwalts oder bei einem Eilverfahren sogar Post vom zuständigen Amtsgericht. Dann spielt es keine Rolle mehr, wie viel Mühe man sich im Vorfeld mit der Recherche eines Beitrages gemacht hat. Ist der gegnerische Jurist am Abzug, geht unser Blutdruck und Puls blitzartig in die Höhe.

Es kann immer wieder passieren, dass sich jemand durch die Berichterstattung in seinen Rechten beschnitten fühlt. Warum uns das drohen kann? Ganz einfach! Der Gesetzgeber möchte erwirken, dass niemand den Medien (dazu gehören auch Webseiten) hilflos ausgesetzt ist. Jeder soll dazu in die Lage sein, sich erfolgreich gegen eine unzulässige Berichterstattung und somit gegen eine Herabsetzung der Reputation eines Unternehmens oder den Ruf einer Privatperson zu wehren. Grundsätzlich bedürfen viele presserechtliche Fragen einer Abwägung der Pressefreiheit und/oder Meinungsfreiheit auf der einen und des Persönlichkeitsrechts auf der anderen Seite. Der gesetzliche Schutz der Persönlichkeit und die Freiheit der Presse kommen sich deswegen häufiger in die Quere. So können Veröffentlichungen privater Details einer prominenten Person erlaubt sein, sofern diese Informationen für die Öffentlichkeit von besonderem Interesse sind. Ob das der Fall ist, muss dann wieder gesondert geprüft werden.

Egal ob das Thema oder der Tonfall im Artikel kritisch war: Jeder Verfasser eines Beitrages sollte bei seiner Arbeit viel Sorgfalt aufwenden und möglichst nur das veröffentlichen, was sie oder er nach gründlicher Recherche beweisen kann. Wer das kann, muss sich bei Forderungen der gegnerischen Partei wenig Sorgen machen. Im Gegenteil: Die Klagefreudigkeit ist umso geringer, umso stichhaltiger die Beweise für die eigene Story sind. Wer die falschen Tatsachenbehauptungen von einem anderen Medium abschreibt, den trifft es natürlich trotzdem. Der Gegner wird nicht nur den Ursprung einer falschen Nachricht sondern alle Portale abmahnen, die diese veröffentlicht haben.

Nicht alle Abmahnungen sind gerechtfertigt!

abmahnung schnipp mannLeider sind rechtlich gesehen nicht alle Ansprüche gültig, mit denen man im Laufe der Zeit konfrontiert wird. Manchmal versuchen die Anwälte der Gegenseite einfach, auf gut Glück mithilfe einer Abmahnung Druck aufzubauen. Das gilt erst recht bei kleinen Anbietern, deren finanziellen Ressourcen sehr gering sind. Das ist auch der Grund, weswegen die Gegenseite vor dem Versand der Abmahnung gerne eine Auskunft bei einer Wirtschaftsauskunftei einholt, um vorab die Liquidität des Webseitenbetreibers zu klären. Wir berichteten bereits über dieses Vorgehen.

So wurde Tarnkappe.info im Oktober 2015 von einer Aachener Firma abgemahnt, obwohl wir nicht einmal deren Firmennamen im fraglichen Beitrag erwähnt haben. Nur aufgrund der Angabe von deren Bankverbindung bei der Sparkasse Aachen kann aber kein Leser erraten, wer da für welchen Sharehoster Gelder abgerechnet hat. Von daher war es uns gar nicht möglich, deren Ruf zu schädigen, weswegen wir die Abgabe der Unterlassungserklärung als auch die Zahlung der Kostennote von mehr als 1.500 Euro abgelehnt haben. Natürlich erst nach Prüfung einer eigens dafür beauftragten Medienkanzlei, die derartige Dienstleistungen natürlich nicht umsonst anbietet.

Das gleiche gilt auch bei Einstweiligen Verfügungen der Amtsgerichte. Die Richter prüfen den Inhalt der Ansprüche nicht inhaltlich. Das geschieht immer erst viel später, sofern das Verfahren in erster Instanz gerichtlich verhandelt wird. Knickt der Empfänger der Einstweiligen Verfügung ein, kommt es zu keiner juristischen Prüfung mehr, was ja auch so gewollt ist.

In einem anderen Fall schrieb uns ein Berliner Fachanwalt für Strafrecht an. Er wollte damit bewirken, dass der blonde Macher von PC Fritz komplett aus unserer Berichterstattung verschwindet. Sein Anwalt drohte uns eine Strafanzeige an, obwohl wir im Internet ein Foto auftreiben konnten, wo sich Herr O. gemeinsam mit dem mittlerweile verurteilten Firat C. präsentiert hat. Angedroht wurde zudem eine Strafanzeige wegen Verleumdung zuzüglich zu einer Unterlassungserklärung, die wir abgeben sollten. Wir haben den Nachnamen dann abgekürzt und später erfahren, dass diese Person in Deutschland gesucht wird und es deswegen nie zu einem Gerichtsverfahren gegen uns gekommen wäre. In dem Moment wäre der Mann mit den guten Beziehungen zur Ukraine sofort verhaftet worden. Der Chefredakteur der Berliner Tageszeitung hatte zuvor eigenhändig versucht, uns von einer zeitnahen Löschung der Artikel zu überzeugen, allerdings ohne Erfolg.

Unterlassungserklärung: die Kapitulation auf ganzer Linie

Wichtig: Wer eine Unterlassungserklärung unterschrieben zurückschickt, verzichtet selbst auf seine ganzen Rechte!! In dem Fall hat man freiwillig einen Vertrag mit der anderen Seite unterzeichnet. Der Inhalt dieses Vertrages kann nicht mehr außergerichtlich oder gerichtlich geklärt werden, dafür ist es dann schlichtweg zu spät. Davon ist stets abzuraten.

Welche Ansprüche gibt es bei einer Falschmeldung?

Abmahnung

Doch von welchen Ansprüchen kann man überhaupt betroffen sein? Wenn sich ein Anwalt an uns wendet, verlangt er entweder eine Gegendarstellung, eine Unterlassung, die Berichtigung des Artikels oder er stellt im Extremfall Geldforderungen. Diese Ansprüche können einzeln oder kombiniert beantragt werden. Um eine Waffengleichheit herzustellen, sollte jemand von der hauseigenen Rechtsabteilung oder ein beauftragter Fachjurist in Anspruch genommen werden. Vor allem kleinere Unternehmen verzichten gerne aus Kostengründen auf die Anstellung eines Juristen. Doch ohne Juristen können Laien mangels Fachwissens nicht überprüfen, ob die Forderungen der gegnerischen Partei berechtigt sind. Eile ist geboten, ansonsten droht ein Verstreichen der gesetzten Fristen. Oftmals droht die Gegenseite nach Ablauf der Frist mit dem Gang zum Gericht, dann wird es für uns noch teurer. Auch große Medienhäuser knicken häufig ein, weil sie lieber eine kleinere Korrektur vornehmen als unnötige Folgekosten zu riskieren. Dies habe ich selbst schon häufiger als freier Journalist erlebt, als die fraglichen Beiträge nach dem Empfang der Abmahnung reihenweise verändert oder sogar gelöscht wurden.

a) die Gegendarstellung

Gibt es berechtigte Zweifel an den Tatsachenbehauptungen des eigenen Artikels oder wir können diese nicht beweisen, kann der Abdruck einer Gegendarstellung eine mögliche Lösung darstellen, dies wird oftmals bei Printmedien so vereinbart. Dabei präsentiert der vom Artikel Geschädigte die Faktenlage in der Form, wie er sie für richtig hält. Der Gesetzgeber möchte damit erreichen, dass niemand von der Öffentlichkeitswirkung eines Artikels „überrollt“ wird. Die Zeitungen drucken derartige Gegendarstellungen gerne weiter hinten ab, um sie weniger auffällig zu platzieren. Andere Möglichkeiten stellen das Veröffentlichen eines formlosen Leserbriefes (der Gegenseite) oder eines Interviews dar. In jedem Fall sollte ein Jurist die Prüfung vornehmen, ob die vorgeschlagene Gegendarstellung den gesetzlichen Vorschriften entspricht. Übrigens: Die Gegendarstellung, der Leserbrief oder das Interview dürfen die Länge des Artikels nicht wesentlich überschreiten, das wäre nicht zulässig.

b) die Unterlassung

abmahnungDabei fordert der Betroffene im Rahmen der strafbewehrten Unterlassungserklärung, dass das angeschriebene Medienunternehmen bzw. der Betreiber der Webseite sein Verhalten nicht wiederholt. Die wiederholte Veröffentlichung von Falschaussagen, beleidigenden Werturteilen, Videos oder Fotos soll damit in jedem Fall vermieden werden. Um dies sicherzustellen, wird eine Vertragsstrafe vereinbart, die bei jedem weiteren Verstoß gezahlt werden muss. Daneben gibt es auch den vorbeugenden Unterlassungsanspruch, um eine Erstveröffentlichung zu verhindern.

Als rechtliche Voraussetzung muss erfüllt sein, dass aufgrund von falschen Tatsachenbehauptungen der Betroffene in seinem Persönlichkeitsrecht verletzt wurde. Das können neben beleidigenden Aussagen auch Details aus dem Privatleben einer Person oder nicht zur Veröffentlichung genehmigte Fotos oder Videos sein. Sollte sich der Betreiber des Blogs weigern, die Unterlassungserklärung abzugeben, wird vor Gericht geprüft, ob die Berichterstattung tatsächlich fehlerhaft war. Das muss der Kläger dann vor Gericht glaubhaft machen, warum und in welchem Umfang (beispielsweise wegen der Höhe von Schadenersatzforderungen) der eigene Ruf durch den fehlerhaften Bericht herabgesetzt wurde.

c) Berichtigung (konkret: Widerruf, Richtigstellung, Ergänzung)

Sollte der Artikel von vorne bis hinten unwahr sein, kann von der Redaktion verlangt werden, den Artikel mithilfe eines Widerrufs komplett zurückzuziehen. Zumeist wird die komplette Löschung des Beitrages verlangt. Oft wird auch eine Richtigstellung der falschen Aussagen oder eine Ergänzung bisher nicht erwähnter Tatsachen angestrengt. Das kann auch der Fall sein, sofern durch den Bericht ein falscher Eindruck vom Betroffenen vermittelt wird. Hierbei darf die geforderte Berichtigung oder Ergänzung den Umfang des ursprünglichen Artikels nicht um ein Vielfaches übersteigen. Wurde wirklich fehlerhaft berichtet, so sollte im Idealfall freiwillig und zeitnah eine Korrektur des Artikels vorgenommen werden. Dadurch erspart man sich unnötige Anwalts- und Gerichtskosten. Allerdings spielt hierbei die Platzierung des Artikels eine große Rolle. Sind Tatsachenbehauptungen im Kern wahr, werden Richter es zumeist ablehnen, dass Korrekturen kleinerer Ungenauigkeiten vorgenommen werden müssen.

Manchmal gerät man allerdings an Anwälte, die sogar nach erfolgter mehrfacher Korrektur versuchen, weitere Ansprüche zu stellen. Gerät man an einen „Spezialisten“, der versucht, einen zu weiteren Zugeständnissen zu drängen, so sollte man zum Ausgleich der Waffengewalt unbedingt einen eigenen Anwalt einschalten. Wenn dieser statt der Redaktion antwortet, werden oftmals alle Forderungen auf ein normales Maß zurückgefahren.

d) Geldzahlungsansprüche (Schadenersatz, Schmerzensgeld)

In besonders schweren Fällen werden sogar Geldzahlungsansprüche beantragt. Zumeist stellen Unternehmen derartige Forderungen, weil sie glauben, dass durch die unzulässige Berichterstattung ein Geschäftsschaden entstanden ist. Vor Gericht muss das klagende Unternehmen dann den durch den Artikel erlittenen Schaden beweisen. Die Forderung ist zudem nur gültig, sofern dem Autor des Artikels ein schuldhaftes Verhalten bewiesen werden kann, weil er gegen die Sorgfaltspflicht verstoßen hat.

Privatpersonen können bei schweren Verletzungen ihrer Persönlichkeit oder Ehre Schmerzensgeld fordern, sofern kein anderer als ein finanzieller Ausgleich möglich ist. Dafür muss die Beleidigung oder sonstige Persönlichkeitsverletzung aber sehr weitreichend sein. Das gilt zum Beispiel bei Prominenten, deren Wert durch die Rufschädigung einen großen Schaden genommen hat und deren Auftragslage sich entsprechend verschlechtert.

abmahnung mann

Ausnahmen für juristische Ansprüche

Glücklicherweise muss dank des deutschen Presserechts nicht auf jede Forderung eingegangen werden. Alle Ansprüche gegenüber der Presse setzen nämlich voraus, dass es sich bei der strittigen Passage um keine Meinungsäußerung handelt. Ansprüche aufgrund der Veröffentlichung der Unwahrheit dürften gestellt werden. Die Veröffentlichung der eigenen Meinung muss hingegen nicht korrigiert oder widerrufen werden. Wenn ein Redakteur beispielsweise zum Urteil kommt, dass er ein bestimmtes Produkt für unzweckmäßig hält, so darf er dies auch in seinem Bericht zum Ausdruck bringen, dafür muss sich niemand entschuldigen.

Fazit: Zwar ist es unter dem Strich gut zu wissen, welche Rechte man als Autor oder Betreiber einer Webseite hat und welche Konsequenzen auf einen zukommen können. Doch spätestens wenn es nach einer gescheiterten Einigung ans Eingemachte geht, muss man sich die kompetente Hilfe eines Anwalts für Medienrecht holen. Es macht aufgrund der erheblichen Risiken keinen Sinn, sich ohne juristischen Beistand eigenhändig einen Pfad durch den Paragrafendschungel zu schlagen. Bei dem Versuch sind schon so manche vom Weg abgekommen und haben teuer bezahlt, obwohl sie dabei eigentlich nur ihre Geldbörse schonen wollten.

Quellen: Viele Informationen dieses Artikels stammen aus dem Buch „Journalisten-recht – Die wichtigsten Fragen aus dem redaktionellen Berufsalltag“ von Frank Fechner und Axel Wössner.

Impressumspflicht für Webseiten: Was muss drin stehen?

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Unser Gesetzgeber verlangt, dass jede in Deutschland betriebene Webseite ein vollständiges Impressum bereithalten muss, auf das unmittelbar zugegriffen werden kann. Doch was muss alles im Impressum drin stehen?

Sowohl der Rundfunkstaatsvertrag als auch das Telemediengesetz besagen, dass alle in Deutschland betriebenen Webseiten ein gültiges Impressum bereithalten müssen, das gilt übrigens auch für private Webseiten oder Blogs. Zwar war die Impressums-Pflicht ursprünglich nur für kommerziell gedachte Online-Angebote beschränkt, doch um Abmahnungen vorzubeugen, sollten auch Privatpersonen ein vollständiges Impressum vorhalten. Wer als Freiberufler (so z.B. als Seminarleiter, Webdesigner oder Autor) seinen Blog als Showroom seiner Arbeiten benutzt, gilt vor dem Gesetz sowieso nicht mehr als Privatperson …

Pflicht: separates Impressum bei eigenen Seiten auf Facebook & Co.

Wichtig: Unternehmen, Privatpersonen als auch Freiberufler müssen auch bei Twitter, Facebook, Google Plus, YouTube oder einem anderen sozialen Netzwerk ein separates Impressum vorhalten oder zumindest das Impressum des eigenen Blogs verlinken, sofern sie dort eine eigene Seite betreiben. 2013 erfolgte eine regelrechte Abmahnwelle aufgrund eines fehlenden Impressums bei Facebook. Es gab in der Vergangenheit auch mehrere Versuche, Wettbewerber wegen eines fehlenden Impressums bei Xing abzumahnen.

Datenschutzerklärungen

Wer auf der eigenen Webseite Produkte von Amazon bewirbt, muss dazu eine eigene Datenschutzerklärung einbauen, das gilt natürlich auch für andere Online-Shops, deren Widgets man einbindet. Die Anbieter halten aber für alle Nutzer fertige Datenschutzerklärungen bereit, die man nur per copy & paste einbinden muss.

Eigene Datenschutzerklärungen werden auch fällig, sofern man Plug-ins (z.B. zum Teilen von Beiträgen) von Twitter, Facebook, G+ oder von einem anderen sozialen Netzwerk implementiert hat. Nicht vergessen: Auch die Erhebung der Besucherdaten durch Google Analytics macht eine separate Datenschutzerklärung nötig! Wer darauf verzichtet, muss auf Dauer mit einer Abmahnung eines Wettbewerbers rechnen. Das muss nicht aber es kann halt passieren. Das gleiche gilt übrigens auch für die VG Wort, weil auch in diesem Fall nutzerbasierte Daten von Dritten gespeichert und ausgewertet werden.

Ladungsfähige Adresse entscheidend

Zunächst sollte man wissen, warum der Gesetzgeber überhaupt auf die vollständige Angabe aller Daten des Webseiten-Betreibers besteht. Alle Nutzer einer Website sollen mithilfe dieser Vorgabe mit möglichst wenig Aufwand in Erfahrung bringen können, wer für die dort angebotenen Inhalte wie Filme, Bilder, Texte, Links etc. verantwortlich ist – deswegen nennt sich diese Pflicht auch Anbieterkennzeichnungspflicht. Wichtig ist das Impressum vor allem für solche Besucher, die glauben, dass dort ihre Rechte verletzt werden. Sie brauchen eine ladungsfähige Anschrift, um sich notfalls gerichtlich an den/die Seitenbetreiber wenden zu können. Deswegen ist die Angabe eines anonymen Impressums inklusive Postfach (früher: Postlagerkarte) nicht erlaubt. Im Impressum muss die komplette Anschrift und der Name des Betreibers stehen.

Wichtig: Das Impressum muss zwingend auf der Hauptseite Eurer/Ihrer Website mit einem Klick erreichbar und als solches gekennzeichnet sein. Wer sich im deutschen Web umschaut, dem fällt sofort auf, dass man überall auf der Suche nach dem Impressum auf der Startseite fündig wird. Wer seine Website verschachtelt und somit einen direkten Zugriff auf die Kennzeichnung des Anbieters verhindert, riskiert unabhängig von der Richtigkeit der Angaben eine Abmahnung! Der Grund ist einfach. Niemand soll bei Verletzungen beispielsweise des Urheber- oder Persönlichkeitsrechts lange nach der Anschrift des Betreibers suchen müssen. Der Gesetzgeber möchte damit einen direkten Zugriff auf alle relevanten Informationen gewährleisten.

Das Impressum – was muss zwingend enthalten sein?

Bei sozialen Netzwerken kann man aus Platzgründen auf das Impressum seines Blogs oder der eigenen Website verlinken, das reicht völlig aus. In jedem Fall muss erkennbar sein, dass der Link zum Impressum führt. Die reine Angabe der URL ist hingegen nicht ausreichend. Bei Facebook ist die Infobox der beste Ort für den Link zum Impressum, weil diese auf jeder Seite sichtbar ist.

justitia MännchenIm Impressum muss auf jeden Fall enthalten sein: der Vor- und Nachname, die vollständige und korrekte Anschrift inklusive Straße, Postleitzahl und Ort. Eine elektronische und eine reguläre Kontaktmöglichkeit müssen dort zudem angeboten werden. Konkret kann das ein Kontaktfeld oder eine E-Mail-Adresse sein, zuzüglich zu mindestens einem erreichbaren Telefonanschluss. Wer seine Festnetznummer nicht preisgeben will, kann alternativ seine Handynummer im Impressum angeben. Wer sich bei der Angabe der E-Mail-Adresse vor Spam schützen will, sollte diese in Form einer Grafik einbinden. Achtung: Wer auf seiner Website die vollständige E-Mail-Adresse als Text angibt, wird schon kurze Zeit später zahlreiche unerwünschte Werbebotschaften erhalten. Es gibt unzählige Webcrawler, die nichts anderes tun als das Internet nach E-Mail-Adressen zu durchsuchen, damit die Spammer noch mehr Empfänger zur Verfügung haben.

Unternehmen müssen den Namen der Firma und ihren gesetzlichen oder rechtsgeschäftlichen Vertreter angeben. Dies kann beispielsweise der Vor- und Zuname des Geschäftsführers einer GmbH oder einer UG (haftungsbeschränkt) sein. Auch hier ist die Angabe einer erreichbaren Telefonnummer wichtig. Wer sich effektiv vor Abmahnungen schützen will, verzichtet hingegen auf die Angabe eines reinen Anrufbeantworters oder einer Faxnummer. Alle Unternehmen und Freiberufler müssen außerdem stets ihre Umsatzsteueridentifikationsnummer mit angeben.

Betreiber von News-Portalen oder Webseiten mit sonstigen regelmäßig erscheinenden journalistisch-redaktionell gestalteten Angeboten müssen zusätzlich einen Verantwortlichen der Inhalte samt Name und Anschrift benennen. Für freiberufliche Journalisten gilt diese Vorgabe nicht. Selbst wenn sie auf ihrer Website manche ihrer Artikel veröffentlichen, müssen sie die Anbieterkennzeichnung nicht doppelt vornehmen. Wer all diese Hinweise befolgt, ist auf der sicheren Seite.

Hilfe, geht das nicht einfacher?

Doch, geht es. Bei eRecht24 und anderen Seiten mit einem juristischen Schwerpunkt werden einem kostenlose Impressums-Generatoren angeboten. Anfangs müssen einige Fragen beantwortet werden, die für die Gestaltung des Impressums entscheidend sind. Am Ende spuckt der Generator das korrekte Impressum aus, welches man nur noch einbinden muss.
Darüber hinaus findet man als anschauliches Beispiel hier ein Musterimpressum.

Haftungsausschluss – sinnvoll oder nicht?

Die ganzen Disclaimer, die ursprünglich aus dem US-amerikanischen Recht stammen, klingen vielleicht alle ganz schlüssig und wurden früher sehr oft verwendet. Sie bewahren einen aber im Ernstfall nicht vor rechtlichen Problemen. Nur weil man die Haftung für verlinkte Webseiten etc. versucht hat auszuschließen, hilft einem das vor Gericht sehr wenig. Besonders sinnfrei erscheint die Warnung: „Der virtuelle Zutritt ist allen Juristen untersagt.“ Das wird keinem Betreiber helfen, wenn es doch einer tut. Einzig der Hinweis von Ratgeberseiten, dass ihre bereitgestellten Informationen möglicherweise nicht ganz aktuell, vollständig oder richtig sind, erscheint sinnvoll. Je gefährlicher die Folgen eines falschen oder zu alten Ratschlags sein könnten, desto näher am Ratschlag sollte dieser Hinweis stehen.

impressum zeitung imprint

Abmahnungen sind auch per E-Mail gültig!

Sich stumm wie ein Fisch zu stellen, sofern die Abmahnung zunächst nur per E-Mail eintrudelt, hilft einem gar nichts. Meistens verschicken die Kanzleien ihre Abmahnungen sowohl per Einschreiben als auch per E-Mail. Von daher wird auch das Einschreiben bald eintreffen. Die elektronische Kontaktaufnahme geschieht schneller und gibt den Empfängern etwas mehr Zeit, um darauf sinnvoll reagieren zu können.

Hilft eine UG (haftungsbeschränkt) gegen Abmahnungen?

Klare Antwort: nein! Die meisten Rechtsanwaltskanzleien verschicken diese nämlich gleich zweifach. Wer sich als Betreiber einer News-Webseite mit dieser Mini-GmbH vor Abmahnungen schützen will, wird schnell enttäuscht werden. Die zweite Abmahnung ergeht nämlich auch gegen den Autor des Artikels. Sofern der Autor einer der Geschäftsführer der UG ist, wird ihm dies wenig helfen. Erleidet das Unternehmen aufgrund einer Abmahnung oder eines gerichtlichen Verfahrens Schiffbruch, dann betrifft die Negativeintragung bei den Auskunfteien auch den/die Geschäftsführer.

Abmahnung: wenn die Auskunftei anruft

abmahnungOftmals erfolgt im Fall einer Abmahnung zeitgleich eine Anfrage einer Wirtschaftsauskunftei. Die Gegenseite will damit in Erfahrung bringen, ob der Abgemahnte eigentlich dazu in der Lage ist, die Kosten des (noch) außergerichtlichen Verfahrens zu tragen. Zudem dürfte die telefonische Kontaktaufnahme des Rechercheurs von Creditreform, Bürgel etc. beim Angerufenen für den entsprechenden Aufruhr sorgen. Damit wird der Abgemahnte natürlich zusätzlich eingeschüchtert, was mitunter absichtlich geschieht.

Bildquellen: MIH83, peggy_marco, Sophieja23 – CC0, thx!

Wie kann ich Google Analytics blockieren?

google analyticsViele Betreiber arbeiten mit externen Anbietern zusammen, die die Benutzung ihrer Webseite im Detail analysieren lassen. Die Verfolgung der Aktivität der Nutzer wird üblicherweise als „Tracking“ bezeichnet. Von außen sind diese Webseiten nicht als solche zu erkennen. In Deutschland muss lediglich eine Datenschutzerklärung hinterlegt werden, die aber nicht auf der Hauptseite angezeigt wird. Von daher bekommt man normalerweise überhaupt nichts vom Tracking der Webseitenbetreiber mit. Trotzdem findet das Tracking auf den meisten Webseiten statt, auch bzw. gerade in Deutschland.

Tracking: Wo landen eigentlich die ganzen Daten?

Auch Anfänger können mit einfachen Mitteln herausbekommen, ob und welche Tracking-Dienste zur Analyse des Nutzerverhaltens eingesetzt werden. Problematisch ist die Nutzung der Dienstleister deswegen, weil die meisten in den USA angesiedelt sind. Sobald unsere Daten die Landesgrenzen verlassen, fallen sie unter das laxe US-amerikanisches Datenschutzrecht. In den USA ist die Nutzung der Daten nicht so restriktiv organisiert wie innerhalb der EU.

ghostery_google_analytics_trackerFür die Webbrowser Firefox, Internet Explorer, Chrome, Safari und Opera gibt es eine Erweiterung, die die Analyse der Webseiten für uns übernimmt. Dieses Programm ist auch für die mobilen Betriebssysteme iOS und Android verfügbar. Das kostenlose Tool mit Namen Ghostery erkennt sowohl Google Analytics, als auch über 1900 weitere Tracking-Anbieter, wie etwa IVW, opentracker oder eTracker. Daneben werden von Ghostery auch Widgets in sozialen Netzwerken und unsichtbare Tracking- und Analyse-Pixel blockiert. Nach eigenen Angaben vertrauen weltweit über 20 Millionen Anwender diesem Programm.

Das unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein empfiehlt den Einsatz von Ghostery ohne Einschränkung. Trotzdem muss man bei der Installation wachsam sein. Bei der Einrichtung von Ghostery sollte man auf jeden Fall darauf achten, nicht die so genannte Ghostrank-Funktion zu aktivieren. Damit würde man dem Hersteller Evidon erlauben, unsere Daten an ihre Server zu übertragen. Die so erhaltenen Daten werden wenn auch anonymisiert ausgewertet und an Drittfirmen verkauft. Das ist Teil des Geschäftsmodells von Evidon, ob uns das gefällt oder nicht. Allerdings kann die Ghostrank-Funktion jederzeit deaktiviert werden. Wer selbst Seitenbetreiber ist oder die Analyse im Einzelfall erlauben will, kann die entsprechende Webseite in der Whitelist bei den Blockieroptionen eintragen. In dem Fall setzt die Erweiterung ihre Funktion vorübergehend aus.

Wie arbeitet Ghostery?

Web Analytics ProcessDer Download erfolgt über die Add-on Seite oder den Store des Browserherstellers, beziehungsweise über die Webseite von Ghostery selbst. Sobald ein Tracker-Dienst erkannt wird, erscheint nach der Installation unten rechts im Browserfenster für 15 Sekunden ein Warnfeld. Dort wird eingeblendet, welche Dienste gerade unsere Schritte verfolgen. Oben rechts im Browser wird neben dem Geistersymbol die Anzahl der aktiven Tracker angezeigt. Jetzt kann jeder einzelne Dienstleister einzeln deaktiviert werden. Beim Aufrufen der nächsten Webseite haben die Webtracker wie Google Analytics dann keine Chance mehr. Werden auf einer Webseite keine Überwachungsprogramme benutzt, steht neben dem blauen Geist eine Null. Dann muss man auch nicht aktiv werden.

Google Analytics Opt-Out

Mit der Browser-Erweiterung von Google kann deren Dienst ebenfalls bei Bedarf ausgeschaltet werden. Die Erweiterung ist für den Firefox, Safari, Opera, Chrome und den Internet Explorer verfügbar. Tests haben ergeben, dass die Zugriff nach der Aktivierung des Tools für den Analyse-Dienst unsichtbar bleiben. Weitere Informationen und die Erweiterungen der Browser sind hier verfügbar.

Weitere Möglichkeiten zur Blockade von Tracking-Anbietern

Web analytics tool google analyticsFirefox-Nutzern steht darüber hinaus das kostenlose Add-on No Google Analytics von Erik Vold zu Verfügung, das von hier heruntergeladen werden kann. Die Blockade kann auch mit Erweiterungen wie No Script durchgeführt werden. Danach sind aber leider einige Webseiten überhaupt nicht mehr benutzbar. Von daher ist zu befürchten, dass die Anwender No Script schon nach kurzer Zeit wieder abstellen.

Welcher Browser ist eigentlich der beste?

bester browser

Browser sind wie unsere Tore zum Internet. Sie dienen seit jeher der Darstellung aller Inhalte, die für uns im World Wide Web (WWW) hinterlegt wurden. Alle Browser sind kostenlos und unterliegen einem harten Wettkampf. Die Hersteller entwickeln sie ständig weiter.

Jeder sollte sich einen Favoriten auswählen, der am besten zu seinen eigenen Bedürfnissen passt. Bei der Auswahl sollte man folgende Fragestellungen beachten: Komme ich gut mit dem Browser zurecht? Wie schnell und sicher arbeitet die Software? Welche Fähigkeiten bringt der Browser mit, die ich häufiger in Anspruch nehme? In welchem Umfang kann ich ihn personalisieren (Stichwort: Themes) und erweitern (Add-Ons & Plug-ins)?

Safari

Apple hat seinen Browser Safari einer Frischzellenkur unterzogen. Dieser punktet mittlerweile mit einem deutlich schnelleren Seitenaufbau. Praktisch ist auch der interne PDF-Reader (wie beim Chrome) und die Tatsache, dass alle Internetseiten korrekt angezeigt  werden. Langsam gestaltet sich hingegen der Programmstart. Auch bei der Anzahl der Erweiterungen und beim Thema Sicherheit muss Apple noch nachbessern, wenn man sich im Markt durchsetzen will.

Chrome: Rasante Plaudertasche mit ständiger Verbindung zu Google

Viele Datenschützer bemängeln, dass Google Chrome zu viele persönliche Daten erfasst und an die Google-Server überträgt. Dabei geht es ausnahmsweise nicht um die optimierte Auslieferung von Online-Werbung an eine bestimmte Zielgruppe. Nach Bekanntwerden der Kritik wurden zwischenzeitlich einige Überwachungsfunktionen abgeschaltet. Lautlos ist Chrome dennoch nicht. Fest steht: Google übernimmt die Finanzierung dieses umfangreichen Projekts nicht aus Nächstenliebe.

Der mangelnde Datenschutz ist bedauerlich, weil dieser Browser grundsätzlich sehr viel zu bieten hat. Er bringt im Gegensatz zur Konkurrenz keine Altlasten mit, weil er vor wenigen Jahren von Grund auf neu entwickelt wurde. Bei zahlreichen Vergleichstests hat das Programm auf allen Betriebssystemen die Konkurrenz immer wieder hinter sich gelassen. Keiner ist bei der Bedienung und beim Laden von Webseiten so schnell. Auch beim Thema Sicherheit war der Chrome oft ganz vorne dabei.

Anspruchsvolle Nutzer werden die Vielfalt von Erweiterungen vermissen, die einem beim Mozilla Firefox angeboten werden. Das ist ein echter Nachteil. Für den normalen Bedarf bekommt man eigentlich alles an Erweiterungen, was man so braucht. Seit 2008 wächst die Anzahl der Zusätze für den Google Chrome stetig an, dieser Wettbewerbsnachteil wird bald der Vergangenheit angehören.

Nützlich ist der im Browser integrierte PDF-Betrachter, wo die PDF-Dokumente nicht einfach heruntergeladen sondern im Tab direkt angezeigt werden. Wer Texte schreibt, wird hingegen die automatische Rechtschreibkorrektur zu schätzen wissen. Was sie an Wörtern nicht kennt, wird mit roter Farbe unterlegt, um den Autor auf mögliche Tipp- oder Rechtschreibfehler hinzuweisen.

stumm: der Iron von SRWare

Wer bei voller Funktionalität auf die Sammelleidenschaft von Google verzichten will, kann den Iron von SRWare benutzen. Einziger Nachteil: Updates werden leider beim Iron nicht automatisch installiert. Iron-Nutzer müssen sich selber informieren, ob es eine neue Version gibt. Vor allem bei Bekanntwerden neuer Sicherheitslücken ist es wichtig, mit der eigenen Software auf dem neuesten Stand zu sein.

Langsam aber sehr umfangreich und sicher: der Mozilla Firefox

Noch ist der Mozilla Firefox der Marktführer, doch schon viele Anwender hat er wegen der mangelnden Geschwindigkeit an die Konkurrenz verloren. Was Schadsoftware angeht, sind sowohl Firefox als auch Chrome sehr sicher in der Anwendung. Beide bieten den maximalen Schutz gegen Hackerangriffe an. Manche Nutzer bemängeln beim Firefox Abstürze ohne erkennbaren Grund. Mozilla bietet dafür eine Restauration des Browsers an, um weitere Abstürze zu vermeiden.

Gemessen an den möglichen Erweiterungen kann niemand mit dem Firefox mithalten. Niemand verfügt über so viele Themes, Add-Ons oder Plug-Ins. Wer sich beim Start und Betrieb an der mangelnden Geschwindigkeit nicht stört, ist hier genau richtig. Ich persönlich bin beim Firefox geblieben, weil ich es bestimmt vergessen würde, den Iron regelmäßig upzudaten. Wer die Updates vergisst, geht auf Dauer ein erhebliches Sicherheitsrisiko ein.

computer passwort sicherheit

der Internet Explorer holt auf

Früher verfügte Microsoft mit seinem Internet Explorer quasi über ein Monopol. Jetzt gilt es, die verlorenen Marktanteile zurück zu gewinnen. Mit dem Internet Explorer 10 hat Microsoft bereits 2012 eine regelrechte Trendwende eingeleitet. Schneller, sicherer und besser soll ihr aufpolierter Browser sein. Erweiterte Datenschutzfunktionen gegen Tracking, eine integrierte Rechtschreibkorrektur und weitere Features bringen den IE im Vergleich zur Konkurrenz fast auf Augenhöhe. Leider bewegt sich der IE beim Thema Geschwindigkeit eher im Mittelfeld, wenn nicht sogar noch weiter hinten.

Naturgemäß gibt es den Internet Explorer ausschließlich für das Microsoft-Betriebssystem Windows. Nutzer einer Linux-Distribution, Mac OS X oder einem anderen Betriebssystem haben das Nachsehen.

Opera: innovativ aber wenige Erweiterungen verfügbar

Beim Opera kommen bei jedem Update unzählige neue Funktionen hinzu. Schon seit Langem kann dieser Browser mit Magnet-Links umgehen und ermöglicht den Nutzern den Chat im IRC. Beim Geschwindigkeitsvergleich liegt der Browser eher im Mittelfeld.

Der einzige Nachteil ist der Mangel an Erweiterungen. Wegen der vergleichsweise kleinen Community, gibt es beim Opera merklich weniger Erweiterungen. Wer darauf verzichten kann, erhält mit diesem Browser eine schnelle und sichere Software abseits des Mainstreams, die dennoch in vielen Punkten gut mithalten kann. Auf jeden Fall ist der Opera, den es für alle gängigen Betriebssysteme gibt, einen näheren Blick wert.

Maxthon

Nicht vergessen zu erwähnen sollte man den Maxthon, der sehr schnell startet und arbeitet. Dank der innovativen „Dual Display Engine“, die je nach Webseite die Webkit Engine vom Chrome oder den Trident Core vom Internet Explorer nutzt, surft man mit dem Maxthon stets mit der maximalen Geschwindigkeit. Sonderlich viele Erweiterungen sind hier nicht verfügbar, dafür ist der Browser viel zu unbekannt. Trotzdem sollte man ihn einfach mal ausprobieren. Ich persönlich nutze ihn ab und zu als Zweitbrowser.

Update: Teile vom Maxthon sind passwortgeschützt und können von der Antiviren-Software nicht auf ihren Inhalt überprüft werden. Ich rate zu Vorsicht!!

Browservergleich: Fazit

Alles hängt letztlich von Ihren Bedürfnissen ab. Ihr Favorit wird am Ende der Browser sein, der den eigenen Bedürfnissen am ehesten gerecht wird. Da alle Webbrowser sowohl recht sicher als auch kostenlos sind, sollte man sich ein wenig Zeit nehmen, um seinen Liebling im Laufe der Zeit herauszufinden.

Welcher ist der sicherste Browser?

sicherster browser sobiraj

Der schlimmste anzunehmende Fall für jeden Surfer ist es, wenn sich Schadsoftware beim Besuch einer Webseite unbemerkt auf den Computer überträgt und aktiviert. Man spricht dann von einem sogenannten Drive-By-Download. Dafür werden Schwachstellen im Browser oder einer seiner Zusätze ausgenutzt, um sich im Hintergrund zu installieren.

Sicherheitslücken bei Java oder Flash werden zumeist innerhalb weniger Tage geschlossen, manchmal nehmen sich die Hersteller bei der Reparatur mehr Zeit, weswegen Adobe Flash sehr in Verruf geraten ist. Wenn Cyberkriminelle aber unbekannte Lücken (sog. Zero Day Exploits) ausnutzen, haben Sie leider keine Chance, sich effektiv zu schützen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) fordert alle Nutzer dazu auf,
sich eine aktuelle Firewall auf dem Rechner zu installieren. Zudem soll man einen Virencanner installieren und darauf achten, dass dieser in Bezug auf die Virensignaturen auf dem neuesten Stand bleibt. Auch Browser, alle Plug-ins und Add-ons müssen auf einem aktuellen Stand gehalten werden, weil sie sonst eine Schwachstelle darstellen können.

Welcher Browser ist der sicherste?

Das kann man leider nicht mit einem Satz beantworten. Alle Webbrowser werden ständig weiterentwickelt. Den einen Browser, der dauerhaft am sichersten ist, den gibt es einfach nicht. In vielen Tests lag die Datenkrake Google Chrome beim Thema Sicherheit ganz vorne. Das liegt unter anderem auch daran, weil Updates automatisch durchgeführt werden, hier hat Mozilla Firefox mittlerweile nachgezogen. Wem der Chrome zu viele Informationen an die Server von Google schickt, dem bleibt als Alternative der Iron-Browser von SRWare. Iron kann das gleiche wie Chrome, allerdings hat der Hersteller die Bereiche des Quellcodes gelöscht, die unser Nutzerverhalten ausplaudern. Bei Iron muss man sich aber selbst um die neuesten Updates kümmern, das automatische Update funktioniert hier leider nicht.

laptop working browser

Risikofaktor Mensch

Grundsätzlich gilt: Die größte Gefahr eines jeden Computers bedient gerade seine Maus. Der Mensch ist ohne Zweifel der größte Risikofaktor. Installieren Sie keine Software, die Sie nicht kennen. Wenn doch, sollten Sie sich vorher umfassend informieren, ob von diesem Programm ein Schaden ausgehen könnte. Auch der Besuch gefährlicher Webseiten stellt ein Sicherheitsrisiko dar. Mozilla und Google sperren mittlerweile Webseiten, von denen eine Gefahr ausgeht. Doch diese Liste ist natürlich nicht lückenlos.
Manchmal wird man beispielsweise auf Streamingportalen wie Kinokiste oder Movie4k zum „Update“ eines angeblichen Videoplayers aufgefordert. Stattdessen wird häufig damit eine Schadsoftware installiert, die den PC übernehmen oder Sie ausspionieren soll.

Tipps für mehr Sicherheit

Wer sich beim Besuch unbekannter Webseiten helfen lassen will, kann das Add-on Web of Trust (WOT) installieren. Viele Millionen Nutzer geben Bewertungen für Webseiten ab, die Ihnen bei der Auswahl helfen sollen. Bei bedenklichen Webseiten leuchtet oben rechts eine rote Fläche auf, um Sie zu warnen. WOT gibt es für den Firefox, Google Chrome, Internet Explorer, Safari und Opera.

NoScript von Giorgio Maone für den Firefox ist ein gutes Tool, um alle Skripte abzuschalten. Wer eine Webseite unter Vorbehalt besuchen will, kann vorübergehend alle sicherheitsrelevanten Zusätze ausschalten. Die Benutzbarkeit der Webseiten leidet aber sehr darunter, die meisten Seiten sind bei eingeschaltetem NoScript leider nicht mehr benutzbar. Ähnliche Tools für Chrome gibt es im hauseigenen Web Store des Browsers.

Welcher ist der schnellste Browser?

browser wer ist der schnellste
Was wünschen Sie sich von einem Browser? Sicher und schnell soll er für die meisten Anwender sein. Mit der hohen Geschwindigkeit beim Start und Betrieb konnte die Datenkrake Google Chrome viele Fans für sich gewinnen, denen der Firefox einfach nicht mehr fix genug war. Mozilla muss diesbezüglich aufholen. Wenn nicht, verliert die Foundation noch mehr Nutzer an Google.

Für die Überprüfung der Geschwindigkeit stehen mehrere Testverfahren zur Verfügung. Da alle Browser ständig weiterentwickelt werden, ändern sich auch die Testsieger alle paar Monate. An dieser Stelle sollen dennoch einige Testmethoden, Sieger und Verlierer vorgestellt werden.

Futuremark Peacekeeper

peacekeeperWie schnell wird JavaScript ausgeführt? Das testet der Futuremark Peacekeeper von 3DMark. JavaScript ist nicht mehr aus dem Webdesign wegzudenken. Damit werden Animationen, die Navigation, Videos, die Ausgabe von Text und vieles mehr generiert. In einem Test von Juni 2014 landen die Browser Safari 8 und Chrome 35 ganz vorne. Unter Mac OS X kann der Mozilla Firefox zwar noch annähernd mithalten, unter Windows geht er aber in die Knie. Microsofts Internet Explorer 11 landete als langsamster Teilnehmer weit abgeschlagen auf dem letzten Platz. Interessenten können hier ihren Webbrowser auf Herz und Nieren überprüfen lassen. Der Test dauert etwa fünf Minuten. Es ist wichtig, dass man nicht mehrere Tests gleichzeitig laufen lässt, das würde sich sehr negativ auf das eigene Ergebnis auswirken. Der Hersteller empfiehlt mittlerweile den PCMark 8 für Benchmark Tests auf Windows-Rechnern. Die Software gibt es auch für Android-Geräte.

JSBench

jsbench logoJSBench ist auf eine neue Webseite umgezogen. Der JSBench basiert auf 23 unterschiedlichen Routinen, die auf zahlreichen populären Webseiten eingesetzt werden. Damit soll ein möglichst realistisches Bild der JavaScript-Leistung der Browser ermittelt werden. Safari 7.04 und 8 landen unter Mac OS X ganz vorne, der Abstand zum restlichen Feld ist recht groß. Am besten schlägt sich unter JSBench noch Google Chrome. Auch hier bilden Firefox und der Internet Explorer die Schlusslichter. Wer möchte, kann das Testverfahren JSBench eigenhändig mit seinem eigenen Browser ausprobieren.

Speedometer

Anfang Juni 2014 erschien von den Webkit-Entwicklern das neue Testverfahren Speedometer. Zunächst wurde das Tool von den Safari-Entwicklern zu eigenen Zwecken benutzt, heutzutage kann den Geschwindigkeitstest jeder Surfer durchführen. Dabei wird die Leistungsfähigkeit der Browser im Umgang mit Web-Apps untersucht. Wie (leider) zu erwarten war, erreichte der hauseigene Browser Safari 8 den ersten Platz, gefolgt von Firefox 30, dem Internet Explorer und last, but not least Google Chrome 35.

Robohornet

RoboHornetAuch Google hat einen eigenen Benchmark mit Namen Robohornet vorgestellt. In diesem Allround-Test wird neben JavaScript unter anderem auch das Scrollen, die DOM API, die 2D-Darstellungstechnik Canvas und die Darstellung von skalierbaren Vektorgrafiken getestet. Für ein gutes Ergebnis sollte man auf jeden Fall alle anderen Browser und Tabs schließen. Der hauseigene Browser von Google erreichte überraschenderweise nicht die erste Stelle, sondern der Safari 8 unter Mac OS X. Danach kommen dicht hintereinander der Firefox und der Internet Explorer. Schlusslicht bei diesem Testverfahren ist der Firefox 30 unter Windows.

Octane

Der Benchmark Test Octane 2.0 wurde ebenfalls von Google entwickelt und konzentriert sich auf JavaScript. Alle Nutzer können diesen Test auch auf ihren Geräten ausprobieren. Die aktuelle Version von Chrome liegt klar vorne und kann die Tatsache ausspielen, dass Browser und Testverfahren vom gleichen Hersteller stammen. Der Safari 8 schlägt sich sehr gut, Mozillas Firefox ist hierbei sogar unter Windows schneller, als beim Apple-Betriebssystem. Das Ende der Fahnenstange stellt erneut Microsofts Internet Explorer dar.

SunSpider / JetStream

jetstreamDer SunSpider vom Entwicklerteam Webkit war eine Benchmark-Suite zum Testen der Geschwindigkeit von JavaScript-Implementierungen. Der Test wurde zwischenzeitlich vom JetStream abgelöst. Im Gegensatz zu den sonstigen Tests war hierbei der Internet Explorer 11 der schnellste Browser. Safari, Opera, Chrome und Firefox lagen alle dicht auf.

Kraken

Kein Hersteller ohne eigenes Verfahren: Kraken ist ein Geschwindigkeitstest, der sich neben JavaScript auf viele weitere Einsatzbereiche von Browsern konzentriert. Kraken wird von Mozilla entwickelt, das erklärt auch das gute Abschneiden der hauseigenen Software. Nur etwas schlechter als der Firefox schneidet derzeit Chrome 35 ab. Alle anderen Browser liegen weit dahinter. Der Test kann hier online durchgeführt werden.

Fazit

Wenn man alle Tests zusammenfasst, ist unter OS X der Safari 8 der schnellste Browser. Ihm folgen Google Chrome, Safari 7.04 und dem Firefox von Mozilla. Die Unterschiede in Sachen Geschwindigkeit sind aber nicht sonderlich groß und dürften sich im alltäglichen Gebrauch kaum bemerkbar machen. Unter Windows geht Google Chrome als Sieger hervor. Ihm folgt der Mozilla-Browser Firefox und der Internet Explorer.

Maxthon – Kandidat außer Konkurrenz

maxthonEin Kandidat sollte noch kurz außer Konkurrenz betrachtet werden. Der Maxthon Cloud Browser (ehemals MyIE) nutzt die so genannte „Dual Display Engine“. Die Technik ist clever, denn mit wenigen Ausnahmen nutzt der Maxthon die schnelle Webkit Engine von Chrome und wird von vielen Webseiten auch als solcher erkannt. Bei älteren Webseiten, die für den Internet Explorer optimiert wurden, kommt hingegen der Trident Core von Microsoft zum Einsatz. Im Klartext surft der Nutzer unabhängig von den angebotenen Inhalten immer mit maximaler Geschwindigkeit. Wer auch ohne viele Themes oder Plugins auskommt, ist beim Maxthon genau richtig. Den Browser Maxthon gibt es für Linux, Mac OS X, Windows, Android bzw. iOS und Windows Phone.

Update: Teile vom Maxthon sind passwortgeschützt und können von der Antiviren-Software nicht auf ihren Inhalt überprüft werden. Ich rate zu Vorsicht!!