Der Afghanistan-Leak der WAZ und seine Folgen: Interview mit David Schraven

Zuvor hatte die WAZ Berichte, die ausschließlich für die Bundesregierung gedacht waren, ungekürzt im Internet veröffentlicht. Wir sprachen mit David Schraven, dem Ressortleiter Recherche der WAZ-Gruppe. Schraven glaubt, den Beamten des Bundesverteidigungsministeriums ginge es primär darum, die Kontrolle über ihre Dokumente zurück zu bekommen.

Die Dokumente sind bis dato verfügbar, die gesetzte Frist zur Löschung ist zwischenzeitlich fruchtlos verstreichen. Bislang erfolgte kein weiteres Schreiben vom Referatsleiter Christian Raab. Trotz der Problematik will man das eigene Portal für Leaks nicht ins Ausland verlagern. Schraven glaubt, Journalisten müssen und dürfen sich vor niemandem verstecken. Ein Leaking-Portal außerhalb der EU sei auf jeden Fall das falsche Signal. Schraven will sich stattdessen „entschieden gegen den Missbrauch des Urheberrechts wehren„. Die Bürger haben ein Recht darauf die Papiere zu lesen, die sie letztlich bezahlt haben. Auch werde durch die Abmahnung die Weiterentwicklung des Journalismus mithilfe von Originaldokumenten behindert.

Wieso hat die Abmahnung überhaupt so lange auf sich warten lassen? Gelingt letztlich doch noch die Kontrolle der Dokumente? Glaubt man tatsächlich, dass das möglich ist?

Das komplette Interview auf iRights.info kann man hier nachlesen.

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