Alle Beiträge von Lars Sobiraj

Akten

movie2k.tl, movie4k.to, vibeo.tv & Co.: Empfang von Streams strafbar oder nicht?

Die Frage, die sich seit einigen Monaten viele Nutzer eines Streaming-Portals wie movie2k stellen, lautet: Kann man für den Konsum der Filme oder den reinen Besuch der Websites bestraft werden? Manchen Zuschauern geistern Bilder wie vom kino.to-Betreiber Dirk. B oder dem video2k-Betreiber Tim C. im Kopf, bei denen Durchsuchungen und umfangreiche Beschlagnahmungen durchgeführt wurden. Natürlich haben die Maßnahmen am Ende nichts ausrichten können. Das Interesse an den kostenlosen Kinomitschnitten ist ungebrochen groß. Um es gleich vorweg zu sagen: Bislang wurde diese Frage noch nicht endgültig vor Gericht geklärt. Die juristischen Meinungen dazu gehen weit auseinander. movie2k.tl, movie4k.to, vibeo.tv & Co.: Empfang von Streams strafbar oder nicht? weiterlesen

C'n'B

Diskussionspanel auf der C’n’B: „Warum sind wir so leise?“

Die Keynote von Stefan Herwig auf unserer gestrigen Veranstaltung auf der C’n’B brachte auch für mich einige neue Aspekte zum Vorschein. Früher war es sehr nützlich, dass die Musikwirtschaft hinter den Stars zurücktrat und trotz der vielen geleisteten Arbeit unsichtbar wurde. Heute kommt das weniger gut an. Viele Konsumenten glauben, dass die Mitarbeiter der Musikindustrie nur Platten und CDs pressen. Jede Menge Geld scheffeln (Koks & Nutten) nicht zu vergessen. Aber gut, woher sollten sie es auch besser wissen? Niemand versuchte sie bisher darüber aufzuklären, was es bedeutet einen Künstler aufzubauen. Es gab auch keine Kampagnen, die klargestellt hätten, dass die eigentliche Produktion nur einen kleinen Anteil der Arbeit ausmacht. Und das die meisten Veröffentlichungen nicht von den Majors kommen, sondern von einem der vielen kleinen unabhängigen Firmen. Diskussionspanel auf der C’n’B: „Warum sind wir so leise?“ weiterlesen

c3s

C3S: Die GEMA-Alternative startet im Juli mit einer Crowdfunding-Kampagne

Die Cultural Commons Collecting Society (C3S) leitet nächsten Monat ihren Start mit einer Crowdfunding-Kampagne ein. 50.000 Euro will man im Vorfeld einsammeln. Sobald dies geschehen ist, soll die Gründung der GEMA-Alternative als europäische Genossenschaft erfolgen. Erste Überlegungen dazu wurden aber schon vor drei Jahren angestellt. C3S: Die GEMA-Alternative startet im Juli mit einer Crowdfunding-Kampagne weiterlesen

the pirate bay

Mitbegründer von The Pirate Bay zu zwei Jahren Haft verurteilt

Einer der Mitbegründer des schwedischen Filesharing-Portals The Pirate Bay wurde am heutigen Donnerstag von einem Bezirksgericht in Nacka zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt. Gottfried Svartholm Warg verbüsst in Schweden seit seiner Auslieferung aus Vietnam seine einjährige Haftstrafe. Er tut dies aufgrund der Urheberrechts-verletzungen von The Pirate Bay. Mitbegründer von The Pirate Bay zu zwei Jahren Haft verurteilt weiterlesen

Ist ver.di am 6. Juli „kostenlos kreativ?“

Unter dem Motto „Kostenlos kreativ?“ veranstaltet die Gewerkschaft ver.di in Zusammenarbeit mit der VHS-Köln eine eintägige Konferenz zum Thema Urheberrecht. Vormittags sollen mehrere Arbeitsgruppen im Forum der VHS im Rautenstrauch-Joest-Museum, Köln neue Konzepte zur Lösung des Urheberrechtsdilemmas ausarbeiten. Ist ver.di am 6. Juli „kostenlos kreativ?“ weiterlesen

Mega, Rapidshare, Kim Dotcom

Megaupload: Künstler kredenzt Kim Dotcom eigene Ausstellung in Wien

Der neuseeländische Künstler Simon Denny befasst sich im Rahmen einer Ausstellung ab dem 4. Juli im Wiener Museum mumok mit dem MEGA- und Megaupload-Gründer Kim Dotcom. Thema der Installationen ist die strittige Natur von Eigentum und Information in Zeiten des globalen Datenaustausches. Ausschließlich in Neuseeland konfiszierte Objekte des gebürtigen Kielers sollen dort in Verbindung mit Tweets von Kim Schmitz gezeigt werden. Das weist doch recht deutlich auf eine kritische Auseinandersetzung mit der Problematik hin. Die meisten Daten auf Megaupload oder jetzt auch MEGA dürften mit oder ohne Verschlüsselung illegaler Natur sein. Die vom Megaupload-Gründer erworbenen Gegenstände hingegen wurden ganz legal mit den Einnahmen der Filehoster erworben. Simon Denny hinterfragt, wie das zusammenpasst. Megaupload: Künstler kredenzt Kim Dotcom eigene Ausstellung in Wien weiterlesen

Stefan Michalk vom BVMI im Fachgespräch

Stefan MichalkIm Jahr 2009 kam es endlich nach langem Hin und Her zu einem Fachgespräch mit Stefan Michalk, dem früheren Geschäftsführer vom Bundesverband Musikindustrie (BVMI), sein Nachfolger ist Dr. Florian Drücke. Im Vorfeld hatte ich unzählige Male dort angerufen und wurde von den Sekretärinnen stets abgewiesen. Herr Michalk war entweder nicht anwesend oder ganz zufällig immer genau in dem Moment in einem wichtigen Meeting, sobald ich am Hörer war. Später erfuhr ich, für Telefonate müsse er mich bei den Mitarbeiterinnen auf eine Whitelist setzen, ansonsten sei er halt IMMER busy und für lästige Journalisten nicht erreichbar. Ex-Pressesprecher Daniel Knöll meinte zu mir am Telefon, er habe keine Zeit für ein ausführliches Gespräch oder ein Interview. Generell sei er aber gesprächsbereit. Nun ja, diese Aussage war für mich nicht sonderlich hilfreich.

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C'n'B

C’n’B: Betreibt die Musikindustrie Öffentlichkeitsarbeit?

Am Freitag soll ab 15 Uhr auf der C’n’B von Jana Behr, Ursula Goebel, Stefan Herwig, Matthias Hornschuh, Eva Kiltz, Artur Schock und Lars Sobiraj geklärt werden, ob die Öffentlichkeitsarbeit der Musikwirtschaft in den letzten Jahren versagt hat. Stefan Herwig bezeichnet die Musikwirtschaft in der Anmoderation sogar als Kommunikationsbranche. Das kann ich nicht bestätigen. Es kann ja sein, die Mitarbeiter der Labels kommunizieren mit wem auch immer. Mit mir zumindest nicht. C’n’B: Betreibt die Musikindustrie Öffentlichkeitsarbeit? weiterlesen

ddos

DDoS als Zensur unerwünschter News

Gestern stand das IT-Portal gulli.com kurz nach meinem Artikel unter DDoS. Offenbar hatte jemand von movie4k, kinox.to, movie2k.tl, beim RBN oder jemand anderes etwas gegen meine Berichterstattung. Leider ist der Artikel auf gulli.com jetzt nicht mehr verfügbar.

Bis auf wenige Kleinigkeiten entspricht der Inhalt aber meinem Blogbeitrag von gestern. Offenbar wird mein kleiner Blog nicht als gefährlich angesehen, weswegen es diesbezüglich zu keinen Problemen kam. Grundsätzlich finde ich solche Methoden asozial. Wieso darf man heutzutage nicht mehr die Wahrheit schreiben? Ich sehe den Einsatz des Botnetzes als (erfolgreichen) Zensurversuch an, um unliebsame Botschaften aus dem Web verschwinden zu lassen. Leider ist der Einsatz sehr günstig und ohne großen Aufwand verfügbar. Es gibt ja genügend Anbieter, die ihr Botnetz stundenweise gegen ein kleines Entgeld vermieten. Auf wen dann per DDoS geschossen wird, ist den Anbietern höchst gleichgültig.