Spiegelbest verlässt TorBoox

spiegelbestDie Download-Seite TorBoox wird künftig ohne ihren Pressesprecher auskommen müssen. Aufgrund von inhaltlichen Differenzen hat Spiegelbest das Projekt boox.to heute verlassen. Der alte Blog wurde bereits vom Netz genommen, der Twitter-Account bleibt aber weiterhin bestehen. Dem früheren Sprecher der Website gefiel die Ausrichtung der Seite nicht mehr. Er wollte sich nicht länger primär um die durch das Abo-Modell generierten Gelder kümmern. Ein Luxusproblem?

Schon nächste Woche soll eine eigene Website online gehen, die wie bisher anonym und offshore betrieben wird. „Ich habe also nicht vor, mir den Mund von Rechtsanwälten verbieten zu lassen.“ Spiegelbest will sich weiterhin über den Sinn und Unsinn von Urheberrechten, über Autoren, Verlage, den Buch- und Einzelhandel und vieles mehr auslassen. „Ich will was mit den Autoren machen – am liebsten mit denen, die es am meisten verdient haben, gelesen zu werden: Den Literaten, den Schwierigen, den Querstehenden. Oder ich baue mit anderen ein Newsportal auf zum Thema Digitalisierung der Bücher. Oder ich steige ins Beratungsgeschäft ein oder … und … oder …

Wenn sich auch dort alles nur noch um das liebe Geld drehen sollte, „gehe ich von Bord und such mir eine neue Heuer.

Egal was man von einer E-Book-Seite mit monatlichem Bezahl-Modell hält. Bernd Fleisig (Spiegelbest) schaffte es in den vergangenen Monaten immer wieder, das Download-Portal in die Medien zu transportieren. Ob dies den verbleibenden Projektmitgliedern ebenfalls gelingen wird, bleibt abzuwarten. Doch möglicherweise ist dies gar nicht mehr nötig. Möglicherweise hat TorBoox mittelweile eine Größe und einen Bekanntheitsgrad erreicht, wo man problemlos auf einen lautstarken wie erfolgreichen PR-Berater verzichten kann.

Wer mehr wissen möchte: Sein komplettes Statement kann man von hier herunterladen.

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